Informationen zu "Gut für Mut"

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Das sind Bilder, welche man nie vergessen wird: Die Überwachungskamera einer Berliner U-Bahn-Station filmt den Angriff eines jungen Mannes gegen einen Passanten. Was mit einer Rangelei beginnt, endet mit massiven Tritten gegen den Kopf des bereits zu Boden gegangenen und ohnmächtigen Opfers. Die ausgestrahlten Bilder sind ein Zeugnis einer hemmungslosen Brutalität, welche auf Grund ihrer Schrecklichkeit für den Zuschauer verzerrt werden müssen. Der niedergeschlagene Handwerker erleidet lebensgefährliche Verletzungen.

ubahnberlinEbenso unvergessen bleibt das Ereignis um Dominik Brunner, welcher am helllichten Tag in aller Öffentlichkeit von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt wird. Der Unternehmer will vier Kinder beschützen, die sich hilfesuchend an ihn wenden, da sie von besagten Jugendlichen bedroht werden. Die Gewalt richtet sich in der Folge gegen Dominik Brunner. Passanten am Bahnsteig sehen diesen Gewaltexzess, aber niemand schreitet helfend ein. Das Opfer verstirbt. Dominik Brunner half, ihm half niemand.

Immer wieder werden wir mit Berichten solcher gefährlichen Übergriffe konfrontiert. Zeigen uns diese Ereignisse, dass wir eine Gesellschaft von Wegsehern sind? Nein, denn je mehr potentielle Helfer wahrnehmbar sind, desto geringer ist das Gefühl der Verantwortlichkeit bei jedem Einzelnen. Unterschiedliche Studien, bspw. des Politologen Peter Grottian von 1996, zeigen, dass weniger als ein Drittel der Zuschauer Hilfe leisten, sobald mehr als 5 weitere Zuschauer dabeistehen. Sind diese potentiellen Helfer jedoch allein, so schreiten mehr als 80% zur Hilfe. In der Psychologie wird dieses Phänomen als Verantwortungsdiffusion bezeichnet.

Unzählige Untersuchungen ergeben, dass heute die Bereitschaft zu gewalttäigen Handlungen ausgeprägter als noch vor wenigen Jahren ist. Hemmschwellen zu physischen Übergriffen verringern sich und die Qualität der Gewalt intensiviert sich. Ethische Grenzen scheinen zu schwinden. Leider wird anscheinend auch das Ableben des Opfers billigend in Kauf genommen.

Erfordlich wäre, mutig gegen Gewalttätigkeiten einzuschreiten. Doch allzu oft scheitert die Zivilkorage gerade am fehlenden Mut. Aus diesem Grunde entwickelte der bekannte deutsche Judoka Jürgen Hatzky mit sozialtherapeutischer Unterstützung das Selbstbehauptungsprogramm "Gut für Mut".

gfm02Dieses Zielgruppenkonzept zum Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstraining bietet individuelle Schulungsprogramme für Kinder im Kindergartenalter, für Schulkinder und Jugendliche und auch für Erwachsene bis hin zu Senioren und Menschen mit Behinderungen. Seit mehr als 20 Jahren setzt sich Jürgen Hatzky mit der Thematik  zur Förderung und Steigerung des individuellen Selbstwertgefühls auseinander. Mit dem Programm "Gut für Mut" arbeitet Jürgen Hatzky gemeinsam mit seinen Mitarbeitern erfolgreich im niederrheinischen und münsterländischen Raum in Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen.

Ab 2012 wird im Sportcenter Hatzky im münsterländischen Bocholt dies Schulungsprogramm für Multiplikatoren angeboten. Die stattfindenden Kurse richten sich zum einen an Mitarbeiter der Behindertenhilfe (Schulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sowie Wohnstätten) und zum anderen an Mitarbeiter aus Schulen und der Jugendhilfe. Weitere Informationen erfragen Sie gern mittels des Kontaktformulares (Menüoption <Kontak>) oder auf der Internetseite Gut für Mut.

 
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